Liebe Leserinnen, liebe Leser!
Die psychiatrische Beurteilung verschiedener Krankheitsbilder wurde in den letzten 20 Jahren zunehmend differenzierter. Ähnlich wie in anderen Bereichen der Organmedizin werden verschiedene Stadien beschrieben, und für den Bereich der psychotischen Erkrankungen weist nun z.B. das DSM-5 das Konstrukt des Hochrisikos für eine Psychose auf. Damit wird die präpsychotische Phase charakterisiert und stützt sich dabei auf die umfangreichen Forschungsergebnisse der letzten 20 Jahre. In den klinischen Manualen und Arztbriefen werden sich in Zukunft neue diagnostische Kategorien finden, so z.B. „Early at-Risk of Psychosis State“: Basic Symptom Criterion (BS) bzw. Functional State-Biological Trait Criterion, in weiterer Folge „Late at-Risk of Psychosis State“: Attenuated Positive Symptoms (APS) bzw. Brief Limited Intermittent Psychotic Episode (BLIP) und „Early Psychosis“.
O. Univ.-Prof. Dr. h.c. mult. Dr. Siegfried Kasper
für die Österr. Gesellschaft für Neuropsychopharmakologie und Biologische Psychiatrie (ÖGPB)












