CliniCum neuropsy

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Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Die psychiatrische Beurteilung verschiedener Krankheitsbilder wurde in den letzten 20 Jahren zunehmend differenzierter. Ähnlich wie in anderen Bereichen der Organmedizin werden verschiedene Stadien beschrieben, und für den Bereich der psychotischen Erkrankungen weist nun z.B. das DSM-5 das Konstrukt des Hochrisikos für eine Psychose auf. Damit wird die präpsychotische Phase charakterisiert und stützt sich dabei auf die umfangreichen Forschungsergebnisse der letzten 20 Jahre. In den klinischen Manualen und Arztbriefen werden sich in Zukunft neue diagnostische Kategorien finden, so z.B. „Early at-Risk of Psychosis State“: Basic Symptom Criterion (BS) bzw. Functional State-Biological Trait Criterion, in weiterer Folge „Late at-Risk of Psychosis State“: Attenuated Positive Symptoms (APS) bzw. Brief Limited Intermittent Psychotic Episode (BLIP) und „Early Psychosis“.

O. Univ.-Prof. Dr. h.c. mult. Dr. Siegfried Kasper
für die Österr. Gesellschaft für Neuropsychopharmakologie und Biologische Psychiatrie (ÖGPB)

Foto: Alex/Fotolia.com
Das idiopathische Parkinson-Syndrom ist nach der Demenz vom Alzheimer-Typ die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung. Die Abgrenzung gegen andere neurodegenerative Parkinson-Syndrome ist in frühen Krankheitsstadien und beim Vorliegen atypischer Symptome schwierig. Mit funktionellen bildgebenden Verfahren kann die Diagnose in schwierigen Fällen abgesichert werden. Es empfiehlt sich, unmittelbar nach der Diagnosestellung mit einer Therapie zu beginnen.
Foto: Thinkstock
Immer mehr Initiativen richten den Fokus auf ältere Menschen mit Suchterkrankungen. Sie sollen vor allem zeigen, dass es höchste Zeit ist, die Einstellungen gegenüber einer Patientengruppe mit vielfältigen Bedürfnissen zu überdenken und die Behandlungsangebote zu optimieren.

Foto: timnewmann/iStockphoto
Suizid stellt eine der häufigsten Todesursachen von Kindern und Jugendlichen dar. Diese schon länger bekannte Tatsache veranlasst zur Entwicklung gezielter Maßnahmen zur Suizidprävention.

Fotos: Tackling drugs, prosign/Klaus Handle
Pathologisches Spielen wurde mittlerweile als klinisch bedeutsame psychische Störung erkannt. In den letzten Jahren wurde pathologisches Spielen vor allem im Hinblick auf neurobiologische Mechanismen untersucht. Ziel ist unter anderem die Entwicklung effizienter medikamentöser Therapien.

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Akut kranke Patienten mit Diagnose einer Schizophrenie zeigen eine erhöhte Prävalenz von NMDA-Rezeptor-Antikörpern. Die Antikörper-Subtypen bei Schizophrenie und Major Depression unterschieden sich von denen bei NMDA-Rezeptor-Enzephalitis. Vor allem bei jungen Frauen mit akut desorganisiertem Verhalten oder Katatonie ist die NMDA-Rezeptor-Enzephalitis differenzialdiagnostisch in Betracht zu ziehen.

 	Univ.-Prof. Dr. Helmut Ofner, Foto: Barbara Krobath
Die Behandlung nicht mehr einsichts- und urteilsfähiger Patienten kann Probleme bereiten – vor allem, wenn weder ein Sachwalter bestellt ist noch eine einschlägige Vorsorgevollmacht errichtet wurde. Nahe Angehörige sind grundsätzlich vertretungsbefugt, allerdings nur, wenn die Heilbehandlung „gewöhnlich nicht mit einer schweren oder nachhaltigen Beeinträchtigung der körperlichen Unversehrtheit oder Persönlichkeit“ verbunden ist.

clinicum neuropsy 1/2013
CliniCum neuropsy 1/2013

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