Die depressiven Phasen einer bipolaren Störung führen häufiger zu Hospitalisierungen und suizidalem Verhalten als manische oder gemischte Episoden. Um eine adäquate Therapie für die bipolare Depression zu etablieren, wurden im Vorjahr international gültige Richtlinien ausgearbeitet.

Trotz großer Fortschritte ist die moderne Medizin nach wie vor nicht in der Lage, die Multiple Sklerose zu heilen. Mittlerweile existiert jedoch eine Reihe von Medikamenten, die eine Beeinflussung des Krankheitsverlaufs ermöglicht.
In der Schweiz wird darüber nachgedacht, extrem gefährliche Sexual- und Gewaltstraftäter ohne regelmäßige Überprüfung lebenslang zu „verwahren“. Und der Züricher Psychiater Frank Urbaniok will die Gefährlichkeit und das Rückfallsrisiko von Straftätern per Computer errechnen.
Die Suizidrate in Österreichs Gefängnissen nimmt jährlich zu. Ein Fragebogensystem, das selbstmordgefährdete Häftlinge frühzeitig erfasst, soll hier Abhilfe schaffen.
Ein erfolgreicher Journalist und genialer Schriftsteller, gezeichnet von traumatischen Kindheitserfahrungen, Depression und Alkoholismus: Josef Roth.
Die Idee, bei bipolar affektiven Patienten Temperament zu erfassen und in diagnostischer, therapeutischer und prognostischer Hinsicht zu nutzen, lässt sich über Jahrhunderte nachvollziehen. Beobachtungen und Erfahrungen sprechen für die Relevanz des Temperaments für das Verständnis bipolar affektiver Störungen.
Die Prävalenz psychischer Erkrankungen an nicht psychiatrischen Krankenhausabteilungen ist aus mehreren Gründen relevant: Psychiatrische Krankheiten verursachen Leid für die Betroffenen und können zum Beispiel die Fähigkeit verringern, Alltagsanforderungen zu bewältigen. Darüber hinaus ist die psychiatrische Prävalenz eine wichtige Grundlage für die Planung der psychiatrischen Versorgung.
Zahlreiche klinische Studien belegen eine zuverlässige Effizienz von Antidepressiva in der Therapie chronischer Schmerzen. Aus den veröffentlichten Metaanalysen und Übersichtsarbeiten geht hervor, dass Antidepressiva bei rund 50 bis 90% aller SchmerzpatientInnen zu einer Schmerzreduktion um mindestens 50% führen.
Eine bisher relativ wenig beachtete Nebenwirkung von SSRIs und Venlafaxin ist die Entwicklung einer Hyponatriämie. Vor allem ältere Menschen sind gefährdet.
Psychische Erkrankungen wie die Depression oder Schizophrenie stellen Risikofaktoren für die Entwicklung einer koronaren Herzkrankheit dar. Es sollte daher selbstverständlich sein, den Patienten ganzheitlich zu betrachten.

Nach allgemeiner Lehrmeinung könnte das Suizidrisiko in den ersten Tagen und Wochen nach Beginn einer Therapie mit Antidepressiva erhöht sein, da die allgemeine Antriebslosigkeit der Depression schneller behoben wird, als sich die Stimmung aufhellt – die Patienten würden durch die Medikamente die Kraft finden, ihre suizidalen Absichten in die Tat umzusetzen.
Die typischen klinischen Anzeichen der Parkinson- Krankheit (Tremor, Rigor, Bradykinesie und Gleichgewichtsstörungen) treten erstmals dann auf, wenn Degeneration und der assoziierte Dopaminverlust mehr als 50 Prozent betragen. Der manifesten Parkinson-Krankheit geht also eine mehrjährige präklinische Phase voraus, in der sich die neuronale Degeneration entwickelt, ohne dass bereits motorische Symptome auftreten.
Die persistierende pulmonale Hypertension des Neugeborenen (PPHN) ist mit einer erheblichen Säuglingsmortalität und -morbidität assoziiert. Eine aktuelle Kohortenstudie wies auf eine mögliche Assoziation zwischen mütterlichem Gebrauch des selektiven Serotonin- Wiederaufnahmehemmers (SSRI) Fluoxetin im dritten Trimester der Schwangerschaft und des PPHN-Risikos des Säuglings hin.
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CliniCum psy 1/06