CliniCum neuropsy
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Die Erhebung des Auftretens und der Folgen psychischer Erkrankungen steht im Mittelpunkt der psychiatrisch-epidemiologischen Forschung. Demnach leidet etwa ein Viertel der Erwachsenen zwischen 18 und 65 Jahren im Laufe eines Jahres unter einer psychischen Erkrankung. Obwohl die Erkrankungen häufig zu Arbeitsausfall führen und hohe Kosten verursachen, erhält nur ein Teil der betroffenen Personen eine entsprechende Behandlung.
DFP-Literatur
Bis zu 90 Prozent der Demenzkranken leiden an Verhaltensstörungen – Behavioral and psychological symptoms of dementia (BPSD). Bei der Behandlung gilt es, auf Dosierungen und mögliche Nebenwirkungen besonders zu achten.
Die Betreuung terminal kranker Kinder ist eine der größten Herausforderungen in der Medizin. Palliativmedizin und Kinder- und Jugendpsychiatrie können einander dabei unterstützen.
Psychisch kranke Personen besitzen eine signifikant niedrigere Lebenserwartung als die Allgemeinbevölkerung. Mit der europäischen Initiative HELPS startete ein Projekt zur Förderung von körperlicher Gesundheit bei psychiatrischen Patienten. Auch Österreich ist an dieser Initiative beteiligt.
Ältere Menschen, insbesondere aber Demenzkranke, brauchen mehr Licht. Viel Aufenthalt im Freien und höhere Beleuchtungsstärke in Innenräumen reduzieren Tagesmüdigkeit, verbessern den Nachtschlaf und steigern so die kognitive Performance. Ein hoher Blaulichtanteil im künstlichen Licht sorgt für vermehrte soziale Aktivität.
Die Wirksamkeit von Psychotherapie gilt bei einer Reihe von psychischen Störungen als gesichert. Aufgrund der Fortschritte durch die funktionelle Bildgebung lassen sich auftretende Veränderungen auch bildlich darstellen. Eine Zusammenschau der aktuellen Studienlage.
Durch Imaging-Genetics-Studien konnte der genetische Einfluss bei affektiven Störungen belegt werden. Die Hoffnung der Zukunft liegt darin, mithilfe von Biomarkern Erkrankungsverläufe vorherzusagen und gezielt Therapieentscheidungen zu treffen.
Mit steigenden Verschreibungen von Amphetaminderivaten bei Aufmerksamkeitsstörungen geraten ADHS-Medikamente zunehmend ins Kreuzfeuer der Kritik. Ass.-Prof. Dr. Brigitte Hackenberg, Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Wien, bezieht Stellung.
Vielfach wird angenommen, dass die Einführung antipsychotischer Medikamente der zweiten Generation in den 1990er Jahren die Mortalität von Schizophreniepatienten negativ beeinflusst haben soll.
Cover neuropsy 4/09
CliniCum neuropsy4/09