Nachruf Univ. Prof. Dr. Walter Ludvik


Univ. Prof. Dr. Walter Ludvik, ehemaliger Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Urologie und Andrologie, Inhaber des Komturkreuzes des Päbstlichen Silvesterordens und des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse, ist am 25. Mai nach einem erfüllten Leben im 98. Lebensjahr entschlafen.

Wir bedanken uns bei Univ. Prof. Dr. Wolfgang Höltl für die Verfassung eines würdigen Nachrufes.

Univ. Prof. Dr. Lukas Lusuardi

 

 

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WALTER LUDVIK (25. Dezember 1928 – 25. Mai 2026)


Eingangs möchte ich erwähnen, daß Prof. Ludvik wünschte, daß ich den Nachruf auf ihn halte. Ich habe diese große Ehre gerne angenommen und empfinde es als besondere Wertschätzung meiner Person.

Prof. Ludvik wurde am 25.12.1928 in Wien geboren. Er promovierte 1956 an der Universität Wien und begann seine Turnusausbildung am LKH Klagenfurt und am Preyerschen Kinderspital in Wien.

Prof. Ludvik erhielt seine Fachausbildung an der Universität Wien bei Prof. Übelhör, ebendort habilitierte er für das Fach Urologie im Jahre 1971. 1979 wurde er zum a.o. Universitätsprofessor ernennt. 1974 wurde er zum Leiter der Urologischen Abteilung am Krankenhaus der barmherzigen Brüder in Wien ernannt. 1994-1995 wo er bis 1995 zum Wohl vieler auch berühmter Patienten tätig war. Seine Mitarbeiter nannte er immer „ meine Männer“. Sein besonderer Stolz war ihm die von ihm verfasste „Monographie Andrologie“ , das erste umfangreiche Werk zu diesem speziellen Kapitel der Urologie in deutscher Sprache. Maßgeblich beteiligt war er bei der Ausgabe des 3. Bandes des Netter Atlas „Genitalorgane“. Prof. Ludvik hat mir nach Erreichen seines Ruhestandes viele seiner Patienten zur Operation zugewiesen. Immer hat er mir dabei assistiert. So manche chirurgische Erfahrung konnte ich von ihm lernen wofür ich sehr dankbar bin.

Die österreichische Urologie verlor in Prof. Ludvik einen international angesehenen Fachmann. Die Österreichische Gesellschaft für Urologie und Andrologie und seine Mitglieder werden Prof. Ludvik stets ein ehrendes Andenken erhalten.

Univ. Prof. Dr. Wolfgang Höltl